2002

 

 

standort0

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ist das open/public (copyright freie) Label einer zu abstrahierenden Raumkonstruktion, deren
Inhalt sich im jeweils zeitlichen und aesthetischen Kontext ergibt. Mit dem Arbeitstitel "auto-
cue" (www.auto-cue.net) ironisch auf den kulturindustriellen swinging stuff "fast forward"
rekurierend, wird im Juni/Juli 2002 der utopisch-phantasmatisch aufgeladene Inhalt von open
space/ open content/ plattforming untersucht und teils umdefiniert. Dazu werden diverse
virtuelle, symbolische und reele Raeume aufgesucht, die entweder temporaer errichtet ( wie
bei saemtlichen Veranstaltungen, (Gross)Events im (halb)oeffentlichen Bereich, are(n)a, LAN,
serverfestival (check diskussion -> public domain)) oder unter laengerfristig angelegten Labeln
zu privatisierten/ halboeffentlichen Raumkonstruktionen wie shopping-malls, Themenparks,
Messen, Einkaufspassagen, Maerkte, Grossevents, etc. wurden; letztere werden meist in ihrer
Eigenschaft der Oeffentlichkeit als outsourcing-Potential kommerzieller Institutionen benutzt
(im Unterschied zum Wohnung mieten).

Einerseits werden Begriffe der Oekonomisierung wie corporate identity, Sachzwaenge,
Profilisierung, Lobbying in ihrem gesellschafts-und kulturpolitischen Kontext durch
Strukturanalysen kritisch in Frage gestellt, um andererseits deren ausgrenzenden Aspekte
und damit Definitionsverschiebung von Begriffen zu untersuchen.
["oeffentlich - privat" zu "kommerziell - sozial"; "open space";
(check virtuell space: -> open space: 3d open space; public domain: www.standort0.de; ©-copyleft-copy(A): )]

Mediale Materialien, Informationen und Techniken aus diversen Wissenssektoren werden
dazu herangezogen (-> infopool als shareware), sich (performativ/ assoziativ/ systemisch) mit analogen und
digitalen Grenzen, (Un-)Moeglichkeiten von Handlungsspielraeumen auseinanderzusetzen.
Zusammenhaenge ideologisch lesen ....

Der Begriff des "Mediencafes" (Mitte 90er Jahre), das Vernetzungsarbeit von Standorten leistet und einen
eigenen Raum bietet, um Ereignisse zu beobachten + in Kommunikation darueber zu treten, wird in
seinen Handlungsweisen erweitert; Schwerpunkt ist nicht der utopisch aufgeladene Begriff der "Vernetzung"
und der Oeffentlichkeit, sondern das Karthographieren bestimmter Schnittstellen von Politiken und Kulturtechniken,
Teile verschieben...assoziative Interaktion, die symbolische Verarbeitung, in assoziative Verbindung zu bringen,
Vergleiche zu ziehen, durch multiple Nutzung mit Formen von Wissensvermittlung zu experimentieren und das
"détournement" von Medien, Material und Begriffen, vielseitiges Projizieren und aufeinander Anwenden, samplen,
Umfunktionieren, Kollaborieren, sich in Kritik ueben.


Folgende Formatierungen sollen dabei angewandt werden:

- Sendung (Radio, Handy, Haussprechanlage, etc.)
- Karthographien; Mappings;
- Mail Interview;
- Disketten ankleben/plakatieren
- Speichermodule durch die Gegend tragen; surfen
- Kameras schlucken (Informationsobjekt ist gleichgesetzt mit Informationsgeber.
geschlossene Systeme. selbstrekute Quelle)
- semipermeables netzwissenschaftliches Labor (temporaeres netzwissenschaftliches Labor /
multifunktions-multitasking-multi-user-Bauten ?)
- Archiv/Infopool (audio-mitschnitte, Bild-/Textz-Material (b_boox?)
- DaZiBaos
- semi-mobil tools/pools (-> shuttle mobil)
- Vorträge, Gespräche, Diskussionen, Biertrinken,
- power point Praesentationen
- Video, Dias, Fotos, Zeichnungen, scabbles, digital/analog maps
- on-/offline-demonstration
- Aktionen oeffentlichen und privaten Handelns (RAF und SEX) -> JUST DO IT !


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